Organisational Wholeness

Bei unserer "Langen Nacht" haben wir es „Das große Ganze“ genannt und uns langsam herangetastet an ein Thema dessen Titel andeutet, dass es unfassbar ist.

Die Frage dort war, welchen (neuen) Platz und welche Verantwortung haben Organisationen in Gesellschaft, auf dem Planeten, im Zusammenhang des Lebens?

Die Begriffe in diesem Diskurs sind vielfältig: Integralität, Wholeness, Sustainability, Achtsamkeit … - doch was meinen wir eigentlich genau damit? Und wie unterscheiden wir all die Aspekte, die dort hineinragen? Welche Theorien und Modelle sind hilfreich für die Erforschung?

Wir haben mehr Fragen als Antworten, diskutieren es von allen Seiten und beobachten, wie Organisationen sich ganz praktisch dem Thema nähern (siehe Erfahrungen der Learning Journey) vor allem jene Unternehmen, die Formen der Selbstorganisation entwickeln.

Wenn Sie Lust haben, in den Diskurs einzusteigen und Ihre Erfahrungen und Fragen zu teilen, freuen wir uns.

Hier ein aktueller Artikel dazu aus der Serie "Zukunft der Organisation", in personalmanager 3/2017:

Und hier ein kleiner Ausschnitt aus unserem aktuellen Diskurs als Einladung zum Mitmachen:

  • "Was meint Wholeness wenn es um Organisationen geht? Könnte man den Begriff durchgängig durch "Sustainability" ersetzen?"
  • "Alles ist immer Teil und Ganzes zugleich. Ein Holon, ein Mensch, eine Organisation, ein System, … als Teil strebt es nach Kommunion (Connect, Gemeinschaft, Einfühlen, sich einbetten, Kooperation,…), als Ganzes strebt es nach Agenz (Abgrenzung, eigene Identität, Selbststeuerung, ….). Das Streben nach Wholeness ist dann eine Dimension auf einem Kontinuum eines grundlegenden Entwicklungsspannungsfelds."
  • "Teil und Ganzes entwickeln sich ko-evolutionär. Aber zumindest zeitweise können sie sich auch eigenständig und unverbunden entwickeln, was dann zu Überraschungen führen kann, wenn Umwelt und System später nicht mehr zusammenpassen. Die Entwicklungen von Wirtschaft und Gesellschaft sind vermutlich über sehr lange Zeit von der Verstärkung von Agenz dominiert gewesen. V.a. seit den 1970ern durch Globalisierung, Neo-Liberalismus, Betonung von Individuum, Freiheit und Eigentum etc.. Das hat vieles ermöglicht im Positiven (Fortschritt, Wohlstandswachstum, persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung,…), wie im Schlechten (Wohlstandsschere, gesellschaftliche Spaltung, Vereinzelung, Umweltschäden, …)."
  • "Wer auf Sustainability oder Wholeness schaut, weist wohl zunächst darauf hin, dass die immer weniger verbundenen Aktivitäten der Teile zur Zerstörung des Ganzen führen. Und dass die Lebens- und Entwicklungsfähigkeit des Ganzen es erfordern würde, diese nachhaltig zu gestalten und sinnvoll miteinander zu koppeln. Aber wie? Nachhaltigkeit würde bedeuten, dass man eine Aktivität unendlich lange fortsetzen kann, ohne dass Teil und Ganzes Schaden nehmen. Wie will man das als kleines Teil im großen Ganzen operationalisieren? Und was sind Prinzipien an denen man sich als Teil des Ganzen orientieren kann?"
  • "Wholeness betont aus der Perspektive des Einzelnen (z.B. einer Person, einer Organisation) paradoxerweise nicht den Aspekt der Ganzheit, sondern den Aspekt Teil eines größeren Ganzen zu sein (Ich/Wir als Teil eines größeren Ganzen). Aber auf was bezieht man sich da? Was ist das Ganze? Ist das beliebig, frei wählbar oder situationsbedingt? Oder gibt es ein ultimatives Ganzes? Wenn ja, was ist das? Meine nähere Umgebung? Die Gesellschaft? Die Welt? Die Erde? Die Schöpfung? Spätestens dann wird klar, dass all das unklar ist und Antworten darauf vermutlich auch massiv von Weltbild und ethisch/religiösen Weltanschauungen und Konstrukten abhängen. Vermutlich gibt es verschiedene Ebenen, Zugänge oder Sprachen, wie man die Relevanz (und Konsequenzen/Anforderungen) des Teil-Seins eines größeren Ganzen begründen kann (systemtheoretische Überlebensnotwendigkeit, normativ-ethisches Gebot, emotionales Bedürfnis)."
  • "Eine Vermutung ist, dass die aktuellen Diskussionen über Wholeness, Sustainability etc. v.a. einem grün/gelb/tealen Mindset (nach Spiral Dynamics) entspringen, aber im Grunde immer nur Variationen derselben Grundfragen sind, die sich Menschen schon seit Jahrtausenden stellen: Was ist gutes Leben? Was ist der Mensch? Was soll ich tun?"

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