Konkurrenz und homo oeconomicus am Ende?!

Forschergruppe Kaleidoskop mit Prof. Dr. Claus Eurich: Denkanstöße für eine nachhaltige Wirtschaftsethik. Am 25. März 2010 in der edu4you-Bildungsakademie in Wien.

Ohne Vision geht jede Form menschlicher Gemeinschaft und Organisation zugrunde. Das betrifft zwischenmenschliche Beziehungen genauso wie Unternehmen und die gesamte Weltwirtschaft. Im Rahmen dieses Kaleidoskops haben wir mit dem bekannten Kommunikationswissenschaftler und Wirtschaftsethiker Professor Claus Eurich diskutiert, warum die Krise noch lange nicht überwunden ist, warum es eine neue, nachhaltige Ethik für Führungskräfte und Organisationen braucht, und wie Visionen von neuen Formen der Menschenführung und des Wirtschaftens in Organisationen aussehen könnten.

Aus Sicht von Prof. Eurich haben "führende Repräsentanten des herrschenden Wirtschaftssystems die Krisensituation der Gegenwart in ihrer ökonomischen, ökologischen und ethischen Gänze weder verstanden noch bislang ausreichend ernst genommen. Unser bisheriges Modell ist am Ende."

Warum? Weil Visionen nur reifen, wenn das Scheitern des Gegenwärtigen gesehen, zugestanden und bewältigt wird. Das rück- und umsichtlose, auf Konkurrenz und Abgrenzung beruhende Wirtschaften ist ein evolutionäres Auslaufmodell. Es zerstört die Sozialgefüge, plündert die Ressourcen und entzieht damit der Volks- und Weltwirtschaft die Grundlage für vorausschauendes und nachhaltiges Wirtschaften.

Prof. Eurich öffnet eine neue Perspektive für Führungskräfte und Unternehmer: Die Krisen der Gegenwart bergen eine epochale Chance unsere Potenziale zur Weiterentwicklung zu nutzen. Sie rufen nach der Kraft des visionären Denkens und Handelns. Sie tragen die Kraft der Sehnsucht nach einem Wirtschaften und Leben, das sich im Einklang befindet mit Mensch und Erde. Sie appellieren an den Impuls einer Weltzuwendung, die auf Achtsamkeit und der Empfindung universaler Verbundenheit gründet.

Prof. Dr. Claus Eurich

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