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Foto: Rob Hyrons

KI & Coaching: Zwischen Algo­rithmus und Arbeits­be­zie­hung

„Kann mir eine künst­liche Intel­li­genz wirk­lich helfen, beruf­liche Heraus­for­de­rungen zu meis­tern?“ Diese Frage war spürbar im Raum, als wir beim Neuwald­egger Coaching Campus unseren Fresh-Up-Tag eröffnet haben … 

„Coaching & KI – zwischen Algo­rithmus & Arbeits­be­zie­hung“. Ein Expe­ri­men­tier­raum. Zur Orien­tie­rung. Zur kriti­schen Refle­xion. Und ganz klar: mit Lust am Weiter­lernen. Denn KI ist im Coaching längst kein Rand­thema mehr. Sie ist ange­kommen – im Alltag, in Orga­ni­sa­tionen, in der Selbst­re­fle­xion von Klient:innen.

Was Menschen KI wirk­lich fragen

Eine span­nende Moment­auf­nahme liefert eine Auswer­tung der Harvard Busi­ness Review (Marc Zao-Sanders, 2025 - Quelle): Unter den Top 10 Use Cases von GenAI stehen auf den ersten drei Plätzen:

  1. Therapy/Companionship
  2. Orga­nise my life
  3. Find Purpose

Auffällig: GenAI wird häufiger im „inner loop“ genutzt (Fragen stellen, Ziele schärfen, Pläne bauen, dran­bleiben) als im „outer loop“ (E-Mails, Texte, Folien). Und die Kate­gorie „Personal & Profes­sional Support“ legt massiv zu – von 17% auf 30%.
Heißt: Menschen holen sich längst mikro-dosierte Refle­xi­ons­mög­lich­keiten – schnell, nied­rig­schwellig, ohne soziale Hürde. Und genau hier wird’s für Coaching richtig span­nend.

Die große Über­ra­schung: Wenn KI (fast) genauso wirksam ist

Ein Ergebnis aus unseren Recher­chen hat bei vielen Alumnis erstmal Stirn­run­zeln ausge­löst: Terblanche (2022). 327 Personen wurden über 10 Monate (Busi­ness School UK) gecoacht – Ergebnis: Ein KI-Coach war bei klar mess­baren Zielen genauso erfolg­reich wie ein mensch­li­cher Coach.

Wie kann das sein? Drei unro­man­ti­sche, aber wirk­same Gründe:

  • Konse­quent nach Fort­schritt fragen (dran­bleiben, dran­bleiben, dran­bleiben).
  • Immer verfügbar → mehr Sessions → bessere Ergeb­nisse.
  • Zwingt ins Schrift­liche → Ziele werden klarer.

Und dann der entschei­dende Punkt: Bei emotio­nalen Themen (Trauer, Konflikte, Sinn­krisen) stößt KI an Grenzen – weil sie nicht wirk­lich „zwischen den Zeilen“ lesen kann. Das ist der Moment, in dem syste­mi­sches Coaching seine Stärke voll ausspielt.

Quelle: Terblanche, N., Molyn, J., de Haan, E., & Nilsson, V. O. (2022 a). Compa­ring arti­fi­cial intel­li­gence and human coaching goal attain­ment effi­cacy. PLOS ONE. Abge­rufen am 03.01.2026:

Drei Rollen, in denen uns KI-Coaching heute begegnet

Im Work­shop haben wir nicht nur disku­tiert – wir haben KI in ihren aktu­ellen Rollen ange­schaut, so wie sie Orga­ni­sa­tionen tatsäch­lich begegnet:

1. KI als Coach (solo)
Beispiele wie CoachHub (inkl. KI-Coach „AIMY“) zeigen: KI ist stark bei klaren Zielen, Gewohn­heiten, schneller Refle­xion – sie ist günstig, 24/7 verfügbar, doku­men­tiert auto­ma­tisch. Grenzen: KI kennt keine echte Empa­thie, sie ist in Krisen über­for­dert.

2. Hybrid (Mensch + KI)
KI über­nimmt Termin­logik, Proto­kolle, Muster­er­ken­nung, Tracking, Rollen­spiel-Feed­back – der Mensch führt das Gespräch, hält den Prozess, reagiert flexibel. „Mensch­liche Tiefe + KI-Effi­zienz“ war in unserer Runde ein Satz mit viel Zustim­mung.

3) KI als Trainingspartner:in für Coaches
Extrem span­nend – und heikel: eine Session-Analyse (KI könnte beur­teilen: „Du hast 70% gespro­chen …“) oder Rollen­spiele. Aber: Daten­schutz & Einwil­li­gung sind Pflicht, sonst wird es brand­ge­fähr­lich.

Um dem Purpose unserer Veran­stal­tung gerecht zu werden, haben auch wir selbst mit der KI expe­ri­men­tiert und einen Neuwald­egger KI-Coach program­miert.

Neuwald­egger KI-Coach auspro­bieren

Wenn Sie Lust und Laune haben, unseren Neuwaldegg KI-Coach auszu­pro­bieren, gerne …
Neuwaldegg KI-Coach

Unsere Teilnehmer:innen haben sich in der Rolle als Coachee auspro­biert:

Schnell fanden unsere Teilnehmer:innen eine Antwort auf die eingangs erwähnte Frage: „Kann mir eine künst­liche Intel­li­genz wirk­lich helfen, beruf­liche Heraus­for­de­rungen zu meis­tern?“.

Warum syste­mi­sches Coaching nicht auto­ma­ti­sierbar ist

Syste­mi­sches Coaching ist nicht „gute Fragen stellen“. Es heißt: Wirkung im Kontext erzeugen – in Bezie­hungen, Dyna­miken, Rollen, Kultur, Ambi­va­lenzen.

Ein starkes Argu­ment liefert der Alli­ance-Faktor: De Haan et al. (2023) – Meta-Analyse (27 Studien, >3.500 Coaching-Prozesse) – zeigt: Die Qualität der Working Alli­ance ist ein zentraler Wirk­faktor.

Drei Kern­be­stand­teile:

  • Vertrauen: „Ich kann mich öffnen, auch Schwä­chen zeigen.“
  • Zielei­ni­gung: „Wir sind uns einig, wohin die Reise geht.“
  • Emotio­nale Bindung: „Ich fühle mich verstanden und gesehen.“

Und genau hier wird der mensch­liche Wert glas­klar:

  • Nonverbal & Kontext: Stille, Zögern, Blick, Körper­span­nung – das Unge­sagte ist ein Werk­zeug. KI ist bei Mehr­deu­tig­keit, Para­do­xien oder kultu­reller Einbet­tung schnell blind.
  • Co-Regu­la­tion (Stephen Porges): Ein sicherer Mensch stabi­li­siert das Nerven­system eines anderen durch soziale Signale (Präsenz, Tonfall, Mimik, Atmung). Diese Sicher­heit macht Refle­xion und Krea­ti­vität oft erst möglich – KI kann das nicht.
  • Reso­nanz (Hartmut Rosa): echte wech­sel­sei­tige Berüh­rung und Trans­for­ma­tion – unver­fügbar, nicht erzwingbar, aber oft ein magi­scher Moment, der nur zwischen zwei Menschen im Coaching entstehen kann.

Rote Linien: Verant­wor­tung, Trans­pa­renz, Ethik

So begeis­tert wir über Möglich­keiten spre­chen: Im Fresh-Up haben wir auch sehr klar über Risiken – und Pflichten – gespro­chen.

  • Trans­pa­renz ist Pflicht: Klient:innen müssen wissen, wer was „mitdenkt“. Die Verant­wor­tung bleibt beim Coach.
  • DSGVO & Vertrau­lich­keit: Wo landen Daten? Wie lange werden sie gespei­chert? Wo steht der Server? Verschlüs­se­lung? Einwil­li­gung?
  • Bias & Diskri­mi­nie­rung: KI repro­du­ziert Muster aus der Vergan­gen­heit – das muss im Coaching kritisch einge­ordnet werden.
  • Krisen­fä­hig­keit: Bot-Antworten (z. B. fehlende Erken­nung akuter Krisen) können reale Probleme verur­sa­chen. Das ist keine Science Fiction – das ist eine rote Linie.

Was heißt das für die Zukunft des Coaching?

Die Branche blickt diffe­ren­ziert nach vorn: Laut Inter­na­tional Coaching Fede­ra­tion erwarten 35 % eine Disrup­tion am Coaching­markt durch KI, 45 % sehen KI als sinn­volle Ergän­zung statt Bedro­hung.

Unser prag­ma­ti­sches Zukunfts­bild: Coaching wird sich vermut­lich auf drei Levels ausdif­fe­ren­zieren:

  • Level 1 (nied­rige soziale Komple­xität):
    Onboar­ding, Ziele, Skills – hier werden Basic-Anliegen vermut­lich zu ~80% KI-gestützt bear­beitet.
  • Level 2 (mitt­lere Komple­xität):
    Karriere, Feed­back­pro­zesse, Entwick­lung – hybride Formen werden Stan­dard.
  • Level 3 (hohe Komple­xität):
    Leader­ship, Konflikte, Krisen, Trans­for­ma­tion – hier bleibt der Mensch unver­zichtbar.

Unsere Erkenntnis des Tages

KI ergänzt den Coach, der Bezie­hung gestaltet – und ersetzt den, der nur Modelle abspult.

Unsere Quellen

  • Zao-Sanders, Marc (2025). Was Menschen KI wirk­lich fragen. Harvard Busi­ness Review
  • Terblanche, N., Molyn, J., de Haan, E., & Nilsson, V. O. (2022 a). Compa­ring arti­fi­cial intel­li­gence and human coaching goal attain­ment effi­cacy. PLOS ONE. Abge­rufen am 03.01.2026:
  • De Haan, E., Molyn, J., & Nilsson, V. O. 2020. New findings on the effec­ti­ve­ness of the coaching rela­ti­onship: Time to think differ­ently about active ingre­di­ents? Consul­ting Psycho­logy Journal, 72: 155–167.
  • Stephen Porges, The Poly­vagal Theory: Neuro­phy­sio­lo­gical Foun­da­tions of Emotions, Attach­ment, Commu­ni­ca­tion, and Self-Regu­la­tion (W.W. Norton & Company, 2011).
  • Rosa, Hartmut. Reso­nanz: Eine Sozio­logie der Welt­be­zie­hung. Suhr­kamp, Frank­furt am Main 2016

Und was hat das mit unserer Ausbil­dung zu tun?

Bei der Bera­ter­gruppe Neuwaldegg ist syste­mi­sches Coaching nie nur Metho­den­koffer – es ist Haltung, Reso­nanz­fä­hig­keit und profes­sio­nelle Prozess­füh­rung.

Der KI-Teil kommt daher beim Neuwald­egger Coaching Campus nicht als Trend­folie oben drauf, sondern als echte Kompe­tenz: Wann ist KI hilf­reich? Wo ist sie riskant? Welche Fragen muss ich stellen? Und vor allem: Wie halte ich Bezie­hung, Ethik und Wirk­sam­keit in einer Coaching­praxis, in der KI längst mit am Tisch sitzt?

Mit Zerti­fi­zie­rung!
Neuwald­egger Coaching Campus

Start: 11. Mai 2026
Die Bera­ter­gruppe Neuwaldegg ist eine vom Öster­rei­chi­schen Dach­ver­band für Coaching (austrian coaching council) aner­kannte Ausbil­dungs­ein­rich­tung. Weiters sind wir eine von System­CERT zuge­las­sene Ausbil­dungs­stelle zur Durch­füh­rung von Lehr­gängen, die den Teilnehmer:innen eine Kompe­tenz­zer­ti­fi­zie­rung gemäß ISO 17024 ermög­li­chen.

Über die Autorin

Elisa­beth Dudak arbeitet als syste­mi­sche Unter­neh­mens­be­ra­terin, Trai­nerin und als Coach und leitet unseren Neuwald­egger Coaching Campus (gemeinsam mit Fran­ziska Fink). In der inten­siven Ausbil­dung lernen Führungs­kräfte, Bera­tende und Expert:innen bei ihr die Kunst des syste­mi­schen Coachings im Busi­ness Kontext.
Seit über 18 Jahren begleitet Elisa­beth Menschen, Teams und Orga­ni­sa­tionen durch Verän­de­rungs- und Trans­for­ma­ti­ons­pro­zesse – mit einem klaren Fokus auf das, was Entwick­lung wirk­lich möglich macht. Ihr beson­deres Inter­esse gilt dem Moment, in dem Tech­no­logie auf Mensch­lich­keit trifft: Dort wandeln sich nicht nur Arbeits- und Entschei­dungs­wege, sondern auch die Kultur, die Orga­ni­sa­tionen im Innersten prägt. In Forschung und Praxis geht sie der Frage nach, wie Künst­liche Intel­li­genz mehr sein kann als ein Tool – nämlich ein Impuls für Inte­gra­tion, Lernen und Selbst­re­fle­xion. Ange­trieben von Neugier arbeitet sie daran, wie sinn­stif­tende, mensch­liche Gestal­tung in einer daten­ge­trie­benen Welt gelingt.

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