home
  • Verän­de­rung
  • Führung
  • Purpose und Stra­tegie
  • Agile Orga­ni­sa­tion
  • Weiter­bil­dung
  • DE
  • EN
search close

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch

Lassen Sie uns bei einem gemeinsamen Telefonat auf Ihre aktuelle Situation schauen! Wir rufen Sie gern zurück!

Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.

  • Start­seite
  • Über uns
    • Purpose
    • Team
    • Kunden
    • Geschichte
    • Nach­hal­tig­keit
  • Bera­tung
    • Verän­de­rung
    • Führung
    • Purpose & Stra­tegie
    • Agile Orga­ni­sa­tion
  • Weiter­bil­dung
    • Neuwald­egger Curri­culum
    • Neuwald­egger Change Campus
    • Neuwald­egger Coaching Campus
    • Gender Equa­lity Lab
    • Moving Leader­ship
    • Duale Trans­for­ma­tion in disrup­tiven Zeiten Manage­ment Campus
    • Agiler Frei­raum
    • Rema­king Orga­niza­tions
    • Events
  • Publi­ka­tionen
    • Bücher & Artikel
    • Blog
    • News­letter
    • Podcast
  • Kontakt
    • Abon­nieren
    • Anreisen
  • Fokus
    • Agiles Universum
    • Agile Trans­for­ma­tion
    • Purpose Driven Orga­niza­tion

Kalei­do­skop Nach­lese: „Der Wert des Menschen (in Orga­ni­sa­tionen) im Zeit­alter Künst­li­cher Intel­li­genz“

Trust, Taste, and Truth – Vertrauen, Geschmack und Wahr­heit
Gemeinsam mit unserem Gast, der Kultur­his­to­ri­kerin und Künst­lerin Dr. Clara Blume, haben wir in unserem Kalei­do­skop Fragen über die Zukunft der Würde des Menschen im Zeit­alter von KI und die Rele­vanz ethi­scher Fragen für Orga­ni­sa­tionen beleuchtet.

Inhalt

Der Einsatz von KI treibt den Wandel grund­le­gender Wert­vor­stel­lungen voran. Ein Beispiel: Was gestern noch als stabile Berufs­wahl galt, droht morgen von Maschinen ersetzt zu werden. Der derzeit sich abzeich­nende rück­läu­fige Bedarf an Einstiegs­po­si­tionen verdeut­licht, wie der gesell­schaft­liche Wert von Wissens­ar­beit unter Druck gerät. Unsere Vorstel­lung der Wertig­keit von Bildung und Arbeit steht zur Diskus­sion, und muss auch in Orga­ni­sa­tionen neu verhan­delt werden. 

Je mehr unser Leben von synthe­ti­schen Reali­täten durch­drungen wird, desto dring­li­cher treten Fragen nach mensch­li­chen Werten ins Zentrum gesell­schaft­li­cher Debatten:

  • Wie können wir sicher­stellen, dass künst­liche Intel­li­genz sich an mensch­li­chen Werten orien­tiert und diese sogar even­tuell fördert? 
  • Was ist der Wert des Menschen, wenn – scheinbar neutrale – Maschinen seinen Wert (mit-)bestimmen?
  • Und wie können Orga­ni­sa­tionen mit solchen ethi­schen Fragen umgehen? 

Nach­lese

Der Wert des Menschen im Zeit­alter Künst­li­cher Intel­li­genz

Online-Kalei­do­skop mit Dr. Clara Blume, 20. November 2025

Der Einsatz von KI treibt den Wandel grund­le­gender Wert­vor­stel­lungen voran. Welchen Wert hat der Mensch, hat mensch­liche Arbeit und unser Wissen noch, wenn KI uns immer mehr zu ersetzen droht?

Nach einem ersten Kalei­do­skop mit Dr. Jona­than Harth von der Univer­sität Witten-Herdecke zur orga­ni­sa­tio­nalen Inte­gra­tion von KI, hat Frau Dr. Clara Blume nun den Wert des Menschen in den Mittel­punkt der Ausein­an­der­set­zung gestellt. In einem inspi­rie­renden Impuls und einem Austausch mit rund 60 Teilnehmer:innen disku­tierte die Kultur­his­to­ri­kerin & KI-Forscherin rund um Werte und deren Verän­der­lich­keit und was noch übrig bleibt von “uns”.

Die Durch­drin­gung der Arbeits­welt von KI, so Clara Blumes erste Kern­aus­sage, führt zu einem „AI Reshuffle“, also einer Umwer­tung des Werts von Arbeit. Kopf­ar­beit, und damit sog. „White Collar“ Tätig­keiten, verlieren ihren Premium-Status, während impli­zites Erfah­rungs­wissen und manu­elle Tätig­keiten an Bedeu­tung gewinnen. Aber auch in Wissens­jobs deuten die Zahlen noch nicht auf einen flächen­de­ckenden, direkten Ersatz von Menschen durch KI hin: Von 200.000 Entlas­sungen hoch ausge­bil­deter Techarbeiter:innen im Silicon Valley sind nur 1,4% direkt durch KI ersetzt worden. Eher scheinen die Entlas­sungen mit makro­po­li­ti­schen Entschei­dungen und volks­wirt­schaft­li­chen Verän­de­rungen zu tun zu haben. Die Spann­breite der Einschät­zungen, wie sich das in Zukunft entwi­ckeln wird, reicht von Opti­misten, die Wohl­stand prognos­ti­zieren, bis hin zu Pessi­misten, die erhöhte Arbeits­lo­sig­keit sehen. Was sich, laut Clara Blume, hingegen jetzt schon abzeichne, ist eine Tendenz vor allem erfah­rene Seniors einzu­stellen, und Uniabsolvent:innen vom Arbeits­markt auszu­schließen, was den sog. „Gene­ra­tio­nen­kon­flikt“ neu anheizen könnte.

„Sprache schafft Bedeu­tung.“ Gemäß diesem Axiom des Lingu­isten Benjamin Whorf verän­dern Sprach­mo­delle, wie wir spre­chen – und damit, wie wir denken und, welche Realität wir konstru­ieren. Da KI nicht neutral ist, so Clara Blume, erleben wir durch ihre Verwen­dung eine spezi­fi­sche Prägung, die dem nord­ame­ri­ka­ni­schen Kontext mit seinem protes­tan­tisch-welt­li­chen Werte­bild entspricht, aus dem die meisten KI-Modelle stammen. Damit entsteht auch die Gefahr, dass mensch­liche Werte (values, im Plural) auf einen rein mone­tären Wert (value, im Singular) redu­ziert werden. Als Beispiel: In den USA stehe Arbeit für Iden­tität und Moral, womit jene als mora­lisch begüns­tigt gelten, die erfolg­reich sind. In Europa hingegen domi­niere eine Auffas­sung, wonach Chancen gleich verteilt werden sollten und jenen, die keine Arbeit haben, soziale Absi­che­rung zuteil­werden soll. Damit stellt Clara Blume die Frage, wie sicher­ge­stellt werden kann, dass KI-Ziele verfolgt, die mit mensch­li­chen Werten vereinbar sind. Wobei offen ist, wessen Werte das sein sollen, und wie diese dann – sofern sie auf einer gesell­schaft­lich-diskur­siven Ebene geklärt werden würden – tech­nisch in KI über­setzt werden können.

Wenn tenden­ziell an Markt­wert verliert, was KI kann, aber an Markt­wert gewinnt, was KI (noch?) nicht kann, was macht dann „den Menschen“ einzig­artig? Dazu stellte Clara Blume ein Dreieck mit drei Dimen­sionen vor, in dem sie den – nicht monetär bestimm­baren – Wert des Menschen verortet.

  • Die erste Dimen­sion Vertrauen (trust)
    bedeutet, dass Menschen einer­seits einen gesell­schaft­li­chen (Rechts)Rahmen schaffen müssen, indem Trans­pa­renz, Nach­voll­zieh­bar­keit und Rechen­schafts­pflicht gewahrt werden können. Das betrifft die poli­ti­sche Ebene (Stich­wort: trust­worthy AI, EU AI Act), genauso wie Compli­ance, Quali­täts­kon­trolle usw. in Orga­ni­sa­tionen. Dazu gehört auch, dass Trans­pa­renz tech­nisch in KI umge­setzt wird (Stich­wort: explainable AI). Und ande­rer­seits gilt es in Orga­ni­sa­tionen Menschen als Verantwortungsträger:innen zu stärken, zum Beispiel durch Posi­tionen oder Gremien wie Chief Trust Officer, AI Risk Auditor, Human Values Council etc.
  • In der zweiten Dimen­sion Urteils­kraft (taste)
    liegen mensch­liche Fähig­keiten begründet, die auf Sinn­schaf­fung, Ziel­set­zung, Kontext­sen­si­ti­vität und Imagi­na­tion abzielen – alles Dinge, die eine KI nicht kann, da ihr verkör­perte Erfah­rung und Erin­ne­rung sowie Inten­tion fehlen. In einer Welt, in der wir eher an Über­fülle an Ange­boten, Ideen, Texten und Bildern leiden, als an einem Mangel, wird Geschmack, so Clara Blume, zur Über­le­bens­kom­pe­tenz (tastema­kers). Auf Orga­ni­sa­tionen über­setzt wäre hier die Frage, wie wir Räume öffnen können, um uns kritisch über Zwecke, Ausrich­tung und Visionen zu unter­halten und diese zu entscheiden.
  • Die dritte Dimen­sion Wahr­heit (truth)
    beschäf­tigt sich mit der Bedeu­tung, der wir der Wirk­lich­keit geben. So sei Wahr­heit diskursiv und macht­ge­bunden – das gelte auch insbe­son­dere für KI, da Trai­nings­daten immer nur einen Ausschnitt des soge­nannten „Welt­wis­sens“ beinhalten und die Ergeb­nisse, die KI bringt, auch verzerrt sein können oder gar falsch (Hallu­zi­na­tionen, Fakes). Demge­gen­über sollten wir, so Clara Blume, darauf achten, dass Wahr­heit dem Leben dient, und nicht bloß der Logik des Marktes. Für Orga­ni­sa­tionen schließt sich damit die Frage an, welche Logik sie ihrem Handeln unter­legen: Ist es eine mone­täre Logik, nach der KI Kosten sparen und Effi­zienz stei­gern soll? Oder wird eine Logik der mensch­li­chen Wirk­sam­keit und Würde in den Mittel­punkt gestellt, wonach KI Menschen ergänzt und ihre Fähig­keiten erwei­tert anstatt ersetzt.

In einer Welt mit KI-Agenten, Deepf­akes und algo­rith­mi­scher Wahr­heit wird Vertrauen zum Unter­schei­dungs­merkmal. Die Beson­der­heit des Menschen liegt nicht in der kogni­tiven Perfor­mance, sondern in dem Vermögen Zuge­hö­rig­keit zu geben, Sinn zu verleihen und in Reso­nanz zu gehen

[1] Marco van Hurne: The State of Tech-Jobs 2025, Tech­tonic Shifts, 27. Juli 2025
[2] Beispiel für eine opti­mis­ti­sche Stimme ist Sam Altman, CEO von OpenAI (Jänner 2025) versus einen pessi­mis­ti­schen Blick: Dario Amadei, CEO von Anthropic (Mai 2025)

FYI: Haben Sie Inter­esse an den Folien zu diesem Kalei­do­skop? Melden Sie sich gerne bei uns!

Unsere Guest Spea­kerin

Dr. Clara Blume ist eine öster­rei­chi­sche Kura­torin, Kultur­his­to­ri­kerin und Künst­lerin, die seit acht Jahren im Silicon Valley an der Schnitt­stelle von Kunst, Tech­no­logie und kriti­schem Denken arbeitet. In ihrer Praxis erforscht sie, was es bedeutet, Mensch zu sein im Zeit­alter der KI und legt ihren Forschungs­fokus auf künst­liche Krea­ti­vität, post­hu­mane Iden­tität und Wahr­heit in synthe­ti­schen Wirk­lich­keiten.
Von 2020 bis 2023 leitete sie im Auftrag des öster­rei­chi­schen Außen­mi­nis­te­riums das Open Austria Art + Tech Lab in San Fran­cisco und reali­sierte inter­na­tio­nale Ausstel­lungen, immersive Expe­ri­ences und preis­ge­krönte Projekte mit Künstler:innen, Technolog:innen und KI-Systemen von OpenAI, Sales­force und Google. Zuvor grün­dete und präsi­dierte sie das EU National Insti­tutes for Culture Cluster in Silicon Valley und etablierte mit The Grid eine globale Platt­form an der Schnitt­stelle von Tech­no­logie, Kunst und Politik.
Blume wurde 2021 vom Apollo Maga­zine unter die welt­weit „40 UNDER 40“ Talente in Art + Tech gewählt. Sie war Lektorin an der Diplo­ma­ti­schen Akademie Wien und an der Fach­hoch­schule St. Pölten, publi­ziert regel­mäßig und ist als Spea­kerin auf inter­na­tio­nalen Konfe­renzen wie SXSW und Ars Elec­tro­nica präsent. Neben ihrer kura­to­ri­schen Arbeit ist sie Musi­kerin mit zwei veröf­fent­lichten Studio­alben und Autorin des Buchs Die Sieger schreiben Geschichte über histo­ri­schen Revi­sio­nismus im Spani­schen Bürger­krieg.
Mehr über Clara auf ihrer Website.

Empfeh­lens­werte Links

Wenn KI mitent­scheidet

Frisch gedruckter Artikel in der ZOE 4.2025 von Elisa­beth Dudak, Jona­than Harth und Astrid Rein­precht. Über die funda­men­talen Fragen, die sich durch die Inte­gra­tion von KI in orga­ni­sa­tio­nalen Entschei­dungs­pro­zessen auftun und eine tief­ge­hende Analyse der Wech­sel­wir­kungen zwischen KI-Systemen, Entschei­dungs-zusam­men­hängen und orga­ni­sa­tio­nalen Struk­turen erfor­dert.

KI-Inte­gra­tion in Orga­ni­sa­tionen

Chancen, Risiken und syste­mi­sche Perspek­tiven, die sich bei der Einfüh­rung von Künst­li­cher Intel­li­genz ergeben – darüber spre­chen die Neuwald­eg­ge­rinnen Insa Meier und Astrid Rein­precht mit dem Sozio­logen und Digi­ta­li­sie­rungs­experten Dr. Jona­than Harth in dieser Podcast-Episode …

Gute Aussichten

Schon in der Warte­schleife und im Jänner verfügbar: unser neues White­paper!
Ein Refle­xi­ons­leit­faden, zu all den nicht tech­ni­schen Fragen für die Einfüh­rung von Künst­li­cher Intel­li­genz. Was braucht es, damit KI gut in Orga­ni­sa­tionen inte­griert werden kann?

Über die Kaleidoskop-Gestalter:innen

David Max Jeggle ist syste­mi­scher Orga­ni­sa­ti­ons­be­rater, Change Experte und KI-Explorer. Seit mehr als 24 Jahren begleitet er Führungs­kräfte und Orga­ni­sa­tionen durch komplexe Verän­de­rungs­pro­zesse. Im Umgang mit KI ist er neugierig, testet neue Tools, entwi­ckelt GPTs und expe­ri­men­tiert mit kleinen Anwen­dungen auf No-Code-Platt­formen. Er stellt gern die unbe­quemen Fragen – und staunt immer wieder, wie viel die KI über ihn zu wissen scheint.
Auf LinkedIn teilt er regel­mäßig Impulse zu Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung, Change und dem sinn­vollen Einsatz von Künst­li­cher Intel­li­genz im Alltag komplexer Systeme.

Astrid Rein­precht ist seit 10 Jahren als syste­mi­sche Orga­ni­sa­ti­ons­be­ra­terin, Media­torin und Prozess­be­glei­terin aktiv. Sie hat zu mehreren Themen geforscht und publi­ziert; zuletzt ein Buch zum Thema der posi­tiven Psycho­logie in der Media­tion. Sie ist faszi­niert von den umfas­senden Verschie­bungen, die sich durch KI abzeichnen. KI ist für sie dabei einer­seits eine positiv-anre­gende Heraus­for­de­rung für unser Selbst­ver­ständnis als Mensch. Und eine Chance für Krea­ti­vität und Inno­va­tion. Gleich­zeitig bedeutet KI für sie aber auch eine poten­zi­elle Gefahr für Umwelt und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt.
Ihr Fazit: Wie jede Dual-Use-Tech­no­logie hängt es von uns Menschen ab, zu welchem Zweck wir Tech­no­logie bauen und wie wir sie verwenden. Und daran möchte sie – im konkreten Rahmen von Orga­ni­sa­tionen – mitwirken.

Elisa­beth Dudak ist syste­mi­sche Bera­terin, Coach und Trai­nerin. Seit über 15 Jahren begleitet sie Menschen, Teams und Orga­ni­sa­tionen in Verän­de­rungs- & Trans­for­ma­ti­ons­pro­zessen – mit Leiden­schaft für das, was Entwick­lung möglich macht. Beson­ders faszi­niert sie der Punkt, an dem Tech­no­logie & Mensch aufein­an­der­treffen. Dort verän­dern sich nicht nur Arbeits- und Entschei­dungs­pro­zesse, sondern auch die kultu­rellen Muster, die Orga­ni­sa­tionen prägen. In ihrer Forschung und Praxis beschäf­tigt sie sich mit der Frage, wie Künst­liche Intel­li­genz mehr sein kann als ein tech­ni­sches Werk­zeug – nämlich eine Impuls­ge­berin für Inte­gra­tion, Lernen und Selbst­re­fle­xion. Ihre Arbeit ist getragen von der Neugier, wie sinn­stif­tende und mensch­liche Gestal­tung in einer zuneh­mend daten­ge­trie­benen Welt gelingen kann.

Versäumen Sie keine span­nenden Neuwald­egger Blog­bei­träge mehr – abon­nieren Sie unseren News­letter!

Jetzt Bestellen

Bera­ter­gruppe Neuwaldegg
Gesell­schaft für Unter­neh­mens­be­ra­tung und Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung GmbH

Währinger Straße 12/9, 1090 Wien
T +43 1 368 80 70, office@​neuwaldegg.​at, www​.neuwaldegg​.at
Firmen­buch-Nr. 69063 p, Handels­ge­richt Wien

News­letter
Impressum
AGB
Daten­schutz

Spre­chen Sie uns an!