home
  • Verän­de­rung
  • Führung
  • Purpose und Stra­tegie
  • Agile Orga­ni­sa­tion
  • Weiter­bil­dung
  • DE
  • EN
search close

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch

Lassen Sie uns bei einem gemeinsamen Telefonat auf Ihre aktuelle Situation schauen! Wir rufen Sie gern zurück!

Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.

  • Start­seite
  • Über uns
    • Purpose
    • Team
    • Kunden
    • Geschichte
    • Rankings – beste Berater
    • Nach­hal­tig­keit
  • Bera­tung
    • Verän­de­rung
    • Führung
    • Purpose & Stra­tegie
    • Agile Orga­ni­sa­tion
  • Weiter­bil­dung
    • Neuwald­egger Curri­culum
    • Neuwald­egger Change Campus
    • Neuwald­egger Coaching Campus
    • Gender Equa­lity Lab
    • Moving Leader­ship
    • Duale Trans­for­ma­tion in disrup­tiven Zeiten Manage­ment Campus
    • Agiler Frei­raum
    • Rema­king Orga­niza­tions
    • Events
  • Publi­ka­tionen
    • Bücher & Artikel
    • Blog
    • News­letter
    • Podcast
  • Kontakt
    • Abon­nieren
    • Anreisen
  • Fokus
    • Agiles Universum
    • Agile Trans­for­ma­tion
    • Purpose Driven Orga­niza­tion

Was passiert, wenn ein Team drei Tage inne­hält – ein ehrli­cher Einblick

Ich bin vor kurzem zum zweiten Mal vom „Warm Data Lab*“ zurück­ge­kommen. Wieder tief berührt. Wieder mit mehr Fragen als Antworten. Und wieder mit dem Gefühl: Es steckt so viel mehr in allem. Nora Bateson nennt das „it is not just like that.“ Kein Moment exis­tiert isoliert. Alles ist einge­bettet: in Bezie­hungen, in Kontexte, in Geschichten, die weit über den sicht­baren Augen­blick hinaus­gehen. Und je mehr ich dieses Denken in mich aufnehme, desto mehr verän­dert es, wie ich beob­achte, wie ich zuhöre, wie ich mit Wild­heit und Unwissen umgehe. 

Und dann ist da noch ein Zitat von ihr, das mich gerade beson­ders beschäf­tigt:

„There will be no commu­nity without first commu­ning.“ (Nora Bateson)

Commu­ning. Nicht einfach dabei sein. Sondern wirk­lich in Verbin­dung gehen. Sich zeigen. Sich einbringen in der Viel­falt.

Ich musste das „Warm Data Lab“ diesmal aus privaten Gründen früher verlassen. Das war keine leichte Entschei­dung und eine abso­lute Ausnahme für mich. Aber was danach passiert ist, hat mich etwas Wich­tiges gelehrt.

Ich habe geteilt, warum ich gehe, vor 100 Menschen. Mit dem Schmerz des früheren Gehens und der Erklä­rung dazu. Ich war seitdem bei allen virtu­ellen Follow-ups, und ich komme zu den nächsten. Nicht weil ich müsste, sondern weil ich verstanden habe: Dieses Lernen, wie wir uns in einer komplexen Welt bewegen können, braucht eine Commu­nity, die ähnliche Denk­an­sätze mitein­ander vertieft. Und dafür brauche ich genau diese Commu­nity.

Beim ersten „Warm Data Lab“ war ich danach mit mir alleine. Diesmal bin ich mit all diesen Erfah­rungen connected und mit all diesen Menschen. Das Verpasste ist kein Verpasstes. Es ist der Anfang von noch mehr Nähe.

Und das beschäf­tigt mich. Nicht nur persön­lich, sondern auch im Kontext von Teams, von Change, von Orga­ni­sa­tionen. Aus profes­sio­neller Distanz, von der Meta­ebene oder der Ferne klappt tief­ge­hendes Lernen und Verän­de­rung nicht. Es braucht das mitein­ander Erleben und dann viel­leicht noch das gemein­same „Darauf­schauen“, um mitein­ander zu lernen.

Mit diesem Gefühl im Gepäck bin ich in unsere März-Team-Tage gegangen. Und genau deshalb möchte ich heute tiefer teilen als sonst. Und auch wenn es lang erscheint, wenige Worte reichen hier diesmal nicht aus und ich habe mich dazu entschieden, Euch dies zuzu­muten ;).

Zuerst: Ankommen. Wirk­lich ankommen.

Die erste Stunde dieser Tage ist nur dafür da, nach­zu­fragen, was in den Leben unserer Kolleg:innen gerade los ist, wie die Wochen­enden waren, was mit den Kids los ist, welche Themen einen gerade beschäf­tigen – beruf­lich, persön­lich, inner­lich. Wo bereiten lust­volle Momente Freude und welche Schwie­rig­keiten zehren gerade beson­ders?

Ich kenne dieses Format. Ich weiß, was es soll. Und trotzdem über­rascht es mich jedes Mal wieder, was es in mir auslöst, wenn ich wirk­lich darin ankomme.

Es ist diese Lang­sam­keit. Man muss sie sich zuerst ein biss­chen erkämpfen, weil der Impuls da ist: Kommen wir zum Inhalt. Wir haben so viel zu bespre­chen. Aber dann – wenn man wirk­lich zuhört, wenn das Speku­lieren der Anderen etwas in einem selbst öffnet, passiert etwas. Man fühlt sich gesehen, auch ohne alles gesagt zu haben.

Im „Warm Data Lab“ habe ich gelernt: Nicht sofort „drauf­hüpfen“. Nicht alles in der Sekunde klären wollen – lieber beob­achten, laufen lassen. Das Indi­rekte als Qualität erkennen, nicht als Schwäche. Und genau das spüre ich in dieser ersten Stunde. Wie gut es tut, in diese Lang­sam­keit zu kommen, sich Zeit fürein­ander zu nehmen ohne Agenda.

Und was mich jedes Mal neu berührt: Wie stark das danach wirkt! Im Mitein­ander wird es leichter, lustiger, entspannter. Man drückt eher ein Auge zu. Diese eine Stunde verän­dert die Qualität aller Stunden danach.

Das ist commu­ning. Bevor die Commu­nity arbeiten kann.

Lear­ning für mich – und viel­leicht auch für Sie:

Inhalte brau­chen einen Boden. Und dieser Boden ist Verbin­dung. Nicht als ein „Nice-to-have“, sondern als Grund­lage für alles, was danach kommt. Und manchmal ist die lang­samste Stunde die wirk­samste.

Dann: Loslassen. Über die Schwelle gehen. Ankommen.

Wir haben ein wunder­schönes neues Büro. Und es ist so viel mehr als ein Umzug. Es ist ein Aufbruch. Für uns als Team, als Orga­ni­sa­tion, als Menschen, die mitein­ander in einer sich schnell verän­dernden Welt navi­gieren.

Lorenz & Anna, unsere groß­ar­tigen, raum­hal­tenden Flou­risher für diese drei Tage, haben dafür drei Sequenzen gestaltet. Und was mich im Nach­hinein noch immer beschäf­tigt: Wie sorg­fältig diese drei Bewe­gungen ausein­an­der­ge­nommen wurden.

Loslassen. Die Schwelle über­treten. Ankommen.

Drei Gruppen. Jede hat sich einer dieser Bewe­gungen wirk­lich gewidmet. Was bedeutet es wirk­lich loszu­lassen? Was passiert genau in dem Moment wo man eine Schwelle über­tritt? Und was braucht es, um wirk­lich anzu­kommen, nicht nur physisch sondern inner­lich?

Es geht hier um drei grund­le­gend verschie­dene Bewe­gungen. Oft werden sie in Change-Prozessen zu einem einzigen Moment zusam­men­ge­schmolzen. „Wir gehen jetzt in die Verän­de­rung.“ Und dann wundert man sich, warum manches nicht trägt, warum Menschen zwar dabei waren, aber irgendwie doch nicht ganz ange­kommen sind.

Jede Gruppe hat ihre Bewe­gung dann für alle erlebbar gemacht. Wir haben getrom­melt, alte Gewohn­heiten aufge­schrieben, zerknüllt und im Feuer­ofen verbrannt. Wir haben Schwellen gebaut und einzeln über­schritten. Jede:r mit dem was sie oder er mitbringt: Persön­li­ches, Orga­ni­sa­tio­nales, Gesell­schaft­li­ches. Luft­bal­lons waren auch dabei.

Und in diesem Moment waren wir gleich­zeitig Teil­neh­mende und Gestal­tende. Das ist eine Erfah­rung, die sich anders anfühlt, als beides getrennt vonein­ander zu sein. Im Durch­führen ist mir das fast nicht aufge­fallen. Aber heute merke ich, wie viel sich auf einer unbe­wussten Ebene getan hat – im Mitein­ander durch gemein­sames Erleben.

Wir sagen unseren Kund:innen oft: „Gestaltet Momente des Umbruchs bewusst. Ritua­li­siert sie und nehmt euch Zeit für jede Bewe­gung.“ Ich bin davon über­zeugt. Aber es selbst zu erleben, als Teil­neh­mende und nicht als Beglei­tende, das landet anders – auf einer Ebene, die Proto­kolle nicht errei­chen.

Aus der Ferne, der profes­sio­nellen Distanz oder der Meta­ebene klappt tief­ge­hendes Lernen und Verän­de­rung nicht. Das wissen wir. Und manchmal müssen wir es selbst spüren, um es wirk­lich zu verstehen.

Lear­ning

Loslassen ist nicht dasselbe wie die Schwelle über­treten. Und die Schwelle über­treten ist nicht dasselbe wie Ankommen. Wer sich die Zeit nimmt, diese Bewe­gungen wirk­lich ausein­an­der­zu­nehmen – der gibt Verän­de­rung eine Chance sich zu veran­kern, nicht nur im Kopf, sondern im Mitein­ander.

Und dann: Die Wild­heit. Die auch dazu­ge­hört.

Ich möchte hier ehrlich sein. Weil mir das wichtig ist. Diese drei Tage sind nicht durch­ge­hend leicht, lust­voll und verbin­dend. Es gibt Momente, wo Leute genervt sind, wo es rumpelt und Diskus­sionen hitziger werden als erwartet, und man im Moment nicht ganz versteht warum.

Wir merken erst später: Wir verhan­deln unsere Werte …

Und Werte verhan­deln, das tut manchmal weh. Das ist unor­dent­lich. Das fühlt sich nicht immer gut an.

Und dann gibt es noch eine andere Art von Schwie­rig­keit. Wenn jemand fehlt, wenn Agenda­punkte wegfallen, wenn die vorab inves­tierte Zeit sich nicht ganz entfalten kann. Das erzeugt eine beson­dere Art von Enttäu­schung – eine die kein eigenes Wort hat. Eine die den gerade entstan­denen Verlust von Mitein­ander in sich trägt.

Und auch das darf Raum haben. Nicht im Sinne von Schuld, sondern als ehrliche Benen­nung dessen was ist. Nachdem das raus ist, kann gut weiter­ge­ar­beitet werden. Die Energie ist wieder voll da.

Auch das hat mich im „Warm Data Lab“ beschäf­tigt: Diese Wild­heit von Bezie­hung und Mitein­ander nicht glätten wollen, nicht sofort lösen, sondern beob­achten, stehen lassen, darauf vertrauen, dass da, wo Emotionen sind, auch Liebe zu dem ist, was wir tun. Und dass Commu­ning manchmal genau das bedeutet: gemeinsam in der Unord­nung zu bleiben, ohne sie wegzu­ma­chen, sondern einfach da zu sein.

Lear­ning

Wild­heit, Reibung und Enttäu­schung sind keine Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft. Sie sind Zeichen, dass etwas wirk­lich lebt. Und das aktiv aufzu­greifen, das ist viel­leicht eine der wich­tigsten Führungs­kom­pe­tenzen, die ich kenne.

Und nach außen: Gemeinsam um etwas ringen.

Mehrere Sessions widmen wir der Frage: Was bewegt eigent­lich Orga­ni­sa­tionen, Führungs­kräfte, Mitar­bei­tende gerade wirk­lich?

Wir fragen uns gegen­seitig: Ist das wirk­lich so? Welche Beispiele hast du? Wie erlebst du das, wenn du nicht dieses Modell vor Augen hättest? Wir werfen wild mit Bildern und Erfah­rungen herum. Aus Projekten mit Kund:innen, aus dem was wir beob­achten, aus dem was uns beschäf­tigt und manchmal verun­si­chert. Wissend: Alle Antworten sind konstru­iert. Auch unsere.

Und das ist nicht einfach. Weil die Welt draußen oft klare Antworten hinaus­stellt: So ist es. So funk­tio­niert das. Und Menschen lieben das, weil Verein­fa­chung Sicher­heit gibt. Und wir wissen: Es ist immer nur ein Ausschnitt. Das auszu­halten, mitten im Ringen und in der Diskus­sion, das ist anstren­gend und manchmal auch unan­ge­nehm.

Und gleich­zeitig ist genau das unser Auftrag: Kund:innen in ihren Prozessen zu begleiten, in Bewe­gung Rich­tung Zukunft zu bleiben – auf eine leben­dige Art und Weise, die unserer Zukunft dient. „Zukunfts­dien­lich“, das ist der Begriff, der mich dabei leitet.

Und in den Zwischen­räumen – da passiert auch alles

Einzelne Gespräche, ein gemein­sames Mittag­essen, kurz in die Stadt gehen, Verbes­se­rungs­ideen, Tele­fo­nate mit Kund:innen, die nicht warten können, Nach­richten von Fami­lien, die auch weiter­leben. Gleich­zeitig arbeiten unsere Kund:innen weiter, gehen Fami­li­en­leben weiter, bewegt sich Gesell­schaft weiter.

Das ist kein Wider­spruch. Das ist Leben.

Und Nora Bateson betont immer wieder: Es steckt so viel mehr in allem. Unsere drei Tage sind kein isolierter Moment. Sie sind verwoben mit allem, was gleich­zeitig passiert: innen und außen, persön­lich und gesell­schaft­lich, nah und weit.

Genau wie das „Warm Data Lab“ und genau wie die Schwelle, die wir über­schritten haben oder genau wie die Erkenntnis, dass echtes Commu­ning – dieses Wirk­lich-in-Verbin­dung-Gehen – nicht an einem einzigen Moment hängt, sondern auch daran, wie ich mich vorher, während dessen und danach zeige, was ich teile, wie ich auftauche.

Und all das umfasst noch nicht mal einen Bruch­teil von dem, was in diesen 72 Stunden wirk­lich passiert ist.

Viel­leicht die wich­tigste Einla­dung aus den drei Tagen …

Wann haben Sie zuletzt – als Team – wirk­lich inne­ge­halten? Nicht um effi­zi­enter zu werden, sondern um einander zu begegnen, um bewusst eine Schwelle zu über­treten? Um die Wild­heit des Mitein­an­ders auch mal stehen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass da wo es lebt, auch etwas entsteht?

Und viel­leicht noch eine Frage, die mich persön­lich gerade beschäf­tigt: „Wie präsent sind Sie wirk­lich? Nicht ob ihr da seid, sondern wie ihr da seid?“

„There will be no commu­nity without first commu­ning.“

Wie lebt ihr das?

*Das “Warm Data Lab“ ist ein Format, das von Nora Bateson und dem Inter­na­tional Bateson Insti­tute entwi­ckelt wurde. Es schafft Räume, um die komplexen Verbin­dungen zwischen Menschen, Systemen und Kontexten gemeinsam zu erfor­schen – jenseits von linearem Denken und schnellen Antworten.

Wie Sie sich das vorstellen müssen? Ein paar Eindrücke …

Über die Autorin

Barbara Buza­nich-Pöltl ist Bera­terin und Equity Part­nerin bei Neuwaldegg. Sie ist Programm­lei­terin von Moving Leader­ship, Agiler Frei­raum und Gender Equa­lity Lab sowie Co-Programm­lei­terin des Change Campus. Außerdem ist sie Keynote-Spea­kerin. Neben ihrem Herzens­thema Gender Equa­lity bewegen sie vor allem die Themen Agile Orga­ni­sa­tion und Agile Trans­for­ma­tion. Dazu hat sie auch mit Frank Boos das Buch „Moving Orga­niza­tions“ geschrieben.

Moving Leader­ship Programm

Moving Leader­ship ist das Neuwald­egger Programm für syste­misch-agile Führung in Zeiten des Wandels. Resi­lienz wird gestärkt! Die Weiter­bil­dung ist state-of-the-art und richtet sich explizit an Führungs­kräfte, Geschäftsführer:innen und Manager:innen. Unsere Ziele: Führungs­kom­pe­tenz erwei­tern. Neue Methoden und Ansätze kennen­lernen und auspro­bieren. Team­dy­na­miken und Psycho­lo­gical Safety steuern. Eigene, Team- und orga­ni­sa­tio­nale Resi­lienz erhöhen. An eigenen Entwick­lungs­po­ten­zialen arbeiten.
4 Module (insge­samt 10 Tage live, dazwi­schen persön­li­ches Coaching und digi­tales Follow-up). Live arbeiten wir in unseren neuen Veran­stal­tungs­räumen im Neuwald­egger Office in 1090 Wien.

Links, die Sie auch inter­es­sieren könnten:

arrow_forward Blog­post: Betei­li­gung im Change
arrow_forward Blog­post: Keine Inno­va­tion ohne Exno­va­tion
arrow_forward Blog­post: Fokus auf Bezie­hungs­pflege
arrow_forward: Blog­post: Wider­stand oder geringe Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft
arrow_forward Blog­post: Selbst­or­ga­ni­sa­tion und Sensing Journey
arrow_forward Blog­post: Selbst­or­ga­ni­sa­tion braucht Führung, Struktur und Spiel­raum

arrow_forward Neuwald­egger Blog­bei­träge

Versäumen Sie keine span­nenden Neuwald­egger Blog­bei­träge mehr – abon­nieren Sie unseren News­letter!

Jetzt Bestellen

Bera­ter­gruppe Neuwaldegg
Gesell­schaft für Unter­neh­mens­be­ra­tung und Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung GmbH

Währinger Straße 12/9, 1090 Wien
T +43 1 368 80 70, office@​neuwaldegg.​at, www​.neuwaldegg​.at
Firmen­buch-Nr. 69063 p, Handels­ge­richt Wien

News­letter
Impressum
AGB
Daten­schutz

Spre­chen Sie uns an!