Agiler Freiraum „KI & Organisation“
KI verändert Organisationen tiefgreifend. Entscheidungswege, Rollenverständnisse und Formen der Zusammenarbeit verschieben sich – häufig schneller, als bestehende Routinen es zulassen. Das erzeugt Unsicherheit, Reibung und teilweise auch Widerstand.
Der Freiraum schafft einen klar strukturierten Rahmen, um zu verstehen, wie KI Organisationen tatsächlich verändert, jenseits von Tools und Technik. Im Mittelpunkt stehen die kommunikativen, organisationalen und kulturellen Konsequenzen von KI-Einführung und Anwendung.
Geplante Inhalte
- KI und Organisation: Wie verändern sich Kommunikation, Zusammenarbeit und Kultur?
- Organisationale Spannungen bei der Einführung / Anwendung von KI
- KI-Einführung als Transformation: Woher Widerstand rührt, wie Sie ihm begegnen, und wie Sie den Einführungs- oder Stabilisierungsprozess gut gestalten.
- Praxis-Insights: Zwei Inputs aus der aktuellen KI-Praxis von Organisationen, die sich in unserer Forschung als klare Frontrunner herauskristallisiert haben.
Theoretischer Rahmen
- Wir beleuchten das Thema Künstliche Intelligenz aus systemischer Perspektive. KI ist kein weiteres Tool. Sie wird zum relevanten Kommunikationspartner für uns Menschen und verändert dadurch, wie wir in Organisationen miteinander kommunizieren, zusammenarbeiten und entscheiden. Wir klären, was diese neue Qualität von früheren Digitalisierungswellen unterscheidet, welche Muster gleichbleiben und warum genau hier die entscheidenden Paradoxien entstehen.
- Wir beschäftigen uns mit Paradoxien, die entstehen, wenn KI in Organisationen eingeführt und/oder angewendet wird. Beispielsweise zwingt KI Organisationen, Dinge formal zu machen. Daten, Regeln, Prozesse müssen explizit vorliegen, sonst kann KI nicht arbeiten. Organisationen funktionieren aber zu einem großen Teil über informelle Praktiken, implizite Absprachen, unausgesprochene Prioritäten. Genau hier entsteht eine echte Paradoxie.
- Wir schauen darauf, was KI-Einführung über die Transformationsfähigkeit einer Organisation aussagt. Wir beschäftigen uns mit den (verdeckten) Widerständen, Konflikten und Rollenspannungen, die dabei auftauchen. Im Freiraum entwickeln wir eine klare Change-Architektur für Ihr Vorhaben, die die inhaltliche Veränderung mit der sozialen Veränderung verbindet.
Methodik
Zielgerichtete Inputs u.a. aus unserer Forschung und Beratungspraxis schaffen den inhaltlichen Rahmen und theoretische Orientierung. Die Teilnehmenden verarbeiten die Inhalte in Kleingruppen und übertragen sie auf ihre eigene Situation. Fallarbeit, Reflexionsschleifen und kollegiales Sparring mit den Berater:innen sorgen für Tiefgang. Im Zentrum steht hypothesenbasiertes Arbeiten entlang des Neuwaldegger Dreiecks und der systemischen Schleife.
Take aways
- Sie erkennen, wie KI Kommunikationsmuster, Zusammenarbeit und Kultur tatsächlich verändert – jenseits von Tools und Technik.
- Sie verstehen die zentralen Paradoxien, die bei der Einführung und Anwendung von KI entstehen, und können diese gezielt adressieren.
- Sie ordnen Widerstand, Reibungen und Rollenkonflikte präzise ein und nutzen sie als Hinweise für eine wirksame Transformation.
- Sie entwickeln eine klare Change-Architektur, die mit dem Fokus auf die soziale und kulturelle Veränderung KI nachhaltig in die Organisation bringt.
- Sie stärken Ihre Kompetenz, KI-Initiativen systemisch zu gestalten und in komplexen Organisationen anschlussfähig zu führen
Neuwaldegg bringt Erfahrung aus digitaler Transformation, systemtheoretischer OE und Change Management ein. Der Freiraum schafft einen strukturierten, vertrauensvollen Rahmen, in dem Führungskräfte, Organisationsentwickler:innen, interne Berater:innen und KI-Verantwortliche miteinander in den Austausch treten und voneinander lernen können.
Wer KI nicht nur einführen, sondern organisational verantwortungsvoll gestalten will, findet hier Orientierung und ein belastbares Vorgehen.
Zielgruppe
Ein Agiler Freiraum für Führungskräfte, Organisationsentwickler:innen, interne Berater:innen und KI-Verantwortliche.
Inhouse: Individuelles Format für Organisationen
Das Format ist auch inhouse für Teams, Bereiche oder ganze Organisationseinheiten buchbar.
Dabei arbeiten wir mit den spezifischen Fragestellungen, Fallbeispielen und Veränderungsherausforderungen der jeweiligen Organisation und passen den Ablauf an die konkrete Situation und Reife der Einheit an. Der Fokus bleibt unverändert: Klarheit gewinnen, Orientierung schaffen und die Organisation gezielt weiterentwickeln.
Ihre Begleitung
Dr. Astrid Reinprecht
Programmgestalterin, Trainerin,
Partnerin
David Max Jeggle
Programmgestalter, Trainer,
Partner
Astrid Reinprecht ist seit 10 Jahren als systemische Organisationsberaterin, Mediatorin und Prozessbegleiterin aktiv. Sie hat zu mehreren Themen geforscht und publiziert; zuletzt ein Buch zum Thema der positiven Psychologie in der Mediation. Sie ist fasziniert von den umfassenden Verschiebungen, die sich durch KI abzeichnen. KI ist für sie dabei einerseits eine positiv-anregende Herausforderung für unser Selbstverständnis als Mensch. Und eine Chance für Kreativität und Innovation. Gleichzeitig bedeutet KI für sie aber auch eine potenzielle Gefahr für Umwelt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ihr Fazit: Wie jede Dual-Use-Technologie hängt es von uns Menschen ab, zu welchem Zweck wir Technologie bauen und wie wir sie verwenden. Und daran möchte sie – im konkreten Rahmen von Organisationen – mitwirken.
David Max Jeggle ist systemischer Organisationsberater, Change Experte und KI-Explorer. Seit mehr als 24 Jahren begleitet er Führungskräfte und Organisationen durch komplexe Veränderungsprozesse. Im Umgang mit KI ist er neugierig, testet neue Tools, entwickelt GPTs und experimentiert mit kleinen Anwendungen auf No-Code-Plattformen. Er stellt gern die unbequemen Fragen – und staunt immer wieder, wie viel die KI über ihn zu wissen scheint. Auf LinkedIn teilt er regelmäßig Impulse zu Organisationsentwicklung, Change und dem sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Alltag komplexer Systeme.
Über den Agilen Freiraum
Die Workshop-Reihe „Agiler Freiraum“ dient dem Experimentieren mit agilen Facetten. Agiles Lernen am Punkt und im Kontext der aktuellen Zeit. Weil eines klar ist: agiles Arbeiten, mehr Flexibilität und ein guter Umgang mit Unsicherheiten werden in Zukunft noch gefragter sein. Jeder Agile Freiraum widmet sich einem anderen Thema, z. B. Entscheidungen, Macht & Führung, Fehler, selbstorganisierte Collaboration, Resonanz, OKR oder eben dem brandheißen Thema „KI & Organisation“ 😊
Organisatorisches
Zeit & Ort
findet statt
am 28. April 2026, 12 – 18 Uhr + anschließendes Abendessen
am 29. April 2026, 8.45 – 13.15 Uhr + Ausklang bis 14 Uhr
Veranstaltungsort: unser neues Office, Währinger Straße 12/9, 1090 Wien. Es ist sehr gut öffentlich erreichbar.
Empfohlene Hotels in der Nähe: Hotel Regina (direkt gegenüber), Motel One Staatsoper
Teilnahmekosten
EUR 825,-- pro Person (zzgl. USt.) für den gesamten Agilen Freiraum inkl. Seminarverpflegung und Abendessen
Information
Für weitere Informationen können Sie gerne Christina Matuska kontaktieren!
Maximale Teilnehmer:innenzahl: 20
Details
Unser Ziel ist eine diverse Gruppe, die gut voneinander lernt. Bei Interesse füllen Sie bitte die Anmeldemaske aus, wir kontaktieren Sie dann mit einem kurzen Fragebogen, damit wir Ihren Kontext und Ihre KI-Erfahrungen kennen lernen und den Workshop passend zuschneiden können.
Anmeldeformular
Christina Matuska
Assistentin
+43 1 368 80 70-16
+43 664 26 88 090
erreichbar: MO – DO
E-Mail